© THE GIANTS 2015
THE GIANT’S
Die Soers in Aachens Norden in den frühen Sechzigern
Und neben dem Fußballspielen fanden sich dann vier Jungens zusammen, um eine Beatband zu gründen, denn der Virus aus England hatte Aachen erreicht. Damals gründeten sich sehr früh, meist aus Freundschaften heraus eine Reihe von Bands – in Aachen waren die Coal Miners und die GIANT’s die Ersten. So fanden sich auch Hans Felix Bayer ( Bass ), Bernd „Buddy“ Lenz ( Solo Gitarre ), Ulrich „Ricky“ Bosetti ( Rhythmus Gitarre und Gesang ) und Peter „Chris“ Bosetti ( Schlagzeug ) zusammen und starteten in einem noch nicht einmal fertigen Keller mit Wandergitarre und Waschschüsseln als Schlagzeugersatz ihren Weg in die Beatszene. Zunächst unter dem Namen “The Blizzards”. Dann stellten sie fest, dass es bereits eine Grupe dieses Namens gab und sie gaben sich wagemutig den Namen „THE GIANT’s“.        ...und es entstand das erste “offizielle” Band - Foto mit nagelneuer Selmer Anlage ( von Offelder ) von links: Buddy, Chris, Ricky und Jet. ( Das Foto wurde übrigens im Gasthof “Hirschen” gemacht, wo wir oft Sonntagnachmittag u.a. gemeinsam mit The Coalminers gespielt haben.
1964 im elterlichen Keller     ’Buddy‘ Bernd Lenz (links) Gitarre, Peter ‚Chris‘ Bosetti am Schlagzeug, Ulrich ‚Ricky‘ Bosetti, hier noch mit akustischer Gitarre
wie alles anfing...
In kurzer Zeit entwickelten sich “THE GIANT’s” dann zu der beliebtesten und erfolgreichsten Aachener Beatgruppe und spielten in Jugendheimen, Pfarreien, Beat-Clubs in Aachen und Umgebung. Und das mit grossem Erfolg ( siehe auch PRESSE ). Die kleinen Gagen wurden in eine professionelle Ausrüstung gesteckt, die damals bei Offelder um die Ecke gekauft wurde. Doch dann brach sich Bernd Lenz den Arm, und musste monatelang bei den GIANT’s aussetzen. Zwar waren alle guter Hoffnung, dass er bald wieder würde einsteigen können ( siehe auch Zeitungsnotiz rechts ) aber unglücklicherweise zog sich die Verletzung und insbesondere die Folgen im Heilungsprozess so lange hin, dass Bernd auch bei den Höhepunkten der GIANT’s beim Festival in der Düsseldorfer Rheinhalle und bei der Tournee mit der englischen Top Band “THE WHO” nicht                                               dabeisein konnte. Und so bestritten wir das Festival und die WHO Tournee mit drei Mann, damals eine wirklich mutige Entscheidung. ( siehe Kapitel: Rheinhalle Düsseldorf und Deutschlandtournee mit THE WHO ) Zurückgekehrt von der Tournee mussten wir uns dann leider von Bernd trennen, da die Spätfolgen des Armbruches sich schlimmer als erwartet herausstellten, und ein gemeinsames Musikmachen in der Band nicht mehr möglich war. Wir begaben uns auf die Suche nach einem neuen vierten Mann, den wir dann schliesslich in Johannes Hoven fanden, der fortan Keyboard bei den GIANT’s spielte und glücklicherweise noch absolut stimmsicher war und richtig gut zweite Stimmen singen konnte. Und das war in der anbrechenden Flower-Power-Zeit ein Riesenvorteil. In zahlreichen Auftritten überzeugten THE GIANT’s regelmässig ihr Publikum, selbst an den ungewöhnlicheren Orten, wie z. B. bei der “Ordensverleihung wider den tierischen Ernst” oder beim legendären KJ Ball, oder auch auf dem Bend, wohin sie nach ihrer Deutschlandtournee verpflichtet wurden. Am stärksten aber bei den unzähligen Jugendtanzveranstaltungen in und um Aachen, bei denen “THE GIANT’s” und ihr treues Publikum die Geschichte des Rock in der Region nicht nur miterlebten, sondern gestalteten. Insgesamt haben “THE GIANT’s” von 1965 bis 1969 vier Jahre lang Beat- und Rockmusik gemacht. Alle Musiker blieben aber vom Musikvirus befallen, und haben danch in anderen Formationen weiter Rockmusik gemacht, u.a. bei “Criterion”und “BAALBEK”, bevor sie sich 2004 zu einem Revival verabredeten.( siehe Kapitel:”THE GIANT’s heute” ) ...bei der Arbeit...
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… und dann der erste Auftritt...
Es wurde geübt und geübt und geübt, bis man die Finger nicht mehr spürte und dann Karneval 1965  tatsächlich der erste Auftritt in der Pfarre St. Josef in der Düppelstrasse Aachen! Es wurden zwei Radiogeräte als Bassverstärker in Reihe geschaltet, um die entsprechende Lautstärke zu erreichen. Am Mikrofon gab es immer einen leichten elektrischen Schlag, wenn man mit dem Mund zu nahe kam. Was war das damals für ein Gefühl: wir auf dieser kleinen Bühne, die Besucher der Veranstaltung tanzten zu unserer Musik - wir fühlten uns grandios!! Alles Üben hatte sich gelohnt, und wir hatten als GIANT’s diese Feuertaufe bestanden.
so sah es damals aus: tolle Wiesen zum Fussballspielen
... und wie es dann weiterging ...